Was wir vorhaben:

Seit 2003 beschäftigen wir uns mit der Sammlung von Informationen über die Situation in Palästina. Dabei wurde uns bewusst: Seit über 100 Jahren findet in Palästina eine Verdrängung der einheimischen Bevölkerung durch zunächst aus Europa später dann aus aller Welt zugewanderte jüdische Gruppen statt. Wir erleben in den letzten Jahrzehnten eine Eskalation dieses Prozesses, der –auch in den Äußerungen seiner Protagonisten– den Charakter einer ethnischen Säuberung angenommen hat.

Wir sind als Angehörige einer Generation, die durch die „Gnade der späten Geburt“ davor bewahrt wurde, den Verlockungen der Nazi-Zeit zu erliegen und entweder selbst aktiv mitzutun oder aber durch Wegsehen schuldig zu werden. Wir wuchsen in dem Bewusstsein heran, uns hätte dies nicht passieren können, wir hätten nicht geschwiegen. 

Und heute? Schweigen wir zu dem,
was dort „vor unserer Haustür“ geschieht?
Schweigen wir dazu,
dass unsere gewählten Politiker in unserem Namen
aus „Feigheit vor dem Freund“
mit denen paktieren, die seit Jahrzehnten täglich Unrecht tun
und Leid über ein ganzes Volk bringen?
Wie sagt Rupert Neudeck in seinem Buchtitel:
„Ich will nicht mehr schweigen“!

Wir wollen die vielen Texte über Palästina, die wir in den letzten Jahren gesammelt haben und die, wie wir beobachten mussten, teilweise schon nicht mehr im Web zugänglich sind, Interessierten zugänglich machen. Wir wollen unsere Gedanken zum Geschehen dort, mitteilen und zu Diskussion stellen. Wir wollen auf wichtige Ereignisse zum Thema hinweisen. Wir wollen diejenigen, die sich für das Geschehen, an dem wir als Deutsche in vieler Weise Anteil haben, interessieren, die über das Geschehen
Wir haben uns vorgenommen, die Texte zu indizieren, so dass man die Texte finden kann über
Personen
Themen
Organisationen und Medien
Orte

Die eigentlichen Texte finden sich im chronologisch (nach Entstehungsdatum) geordneten Archiv.

Wer sind wir? 

Renate Dörfel-Kelletat, Musikerin,
und
Frank Dörfel, Rentner, früher Mathematiker, der ein vielfältiges, reichhaltiges, buntes Berufsleben in Wissenschaft und Lehre, sowie in der Wirtschaft, überwiegend in der Informationstechnik, zuletzt als Berater in Fragen des Wissensmanagements, hinter sich hat.

Bis 2001 lebten wir in Bezug auf das Nahost-Problem im (in weiten Kreisen unserer Bekannten und Freunde üblichen) Zustand der (bewusst verdrängenden) Ignoranz. Besuche in Israel/Palästina 1984 und 1999 hatten zwar durchaus das Bild hinterlassen eines gespaltenen Landes mit großen sozialen Verwerfungen zwischen einer sich westlich gebenden Majorität und einer orientalisch anmutenden, armen Unterschicht, auch das Bild einer militarisierten Gesellschaft, in der Uniformen und Waffen zum alltäglichen Straßenbild gehörten. Aber unsere aus Schule und Kirche tradierten Bilder von der Heimkehr eines gequälten, über viele Generationen entrechteten Volkes an seine Wurzeln, die Bilder von der mit westlich zivilisatorischem Genius (vs. angeblich orientalischer Rückständigkeit) zum Blühen gebrachten Wüste, dies Gefühl des zivilisatorischen Aufbruchs in einer sterbenden, „mittelalterlichen“ Gesellschaft waren fest in uns verankert.  Erst nach der Rückkehr von der Konzertreise nach Jerusalem 1999 begannen wir, über das nachzusinnen, was wir so eher beiläufig an Machtausübung durch die israelischen Militärs und Demütigungserfahrungen der palästinensischen Bevölkerung beobachtet hatten. Aber auch über das Leuchten in den Augen alter, sympathischer, liebenswerter Israelis, Überlebender des entsetzlichen Holocaust, die uns die Siedlungen rings um Jerusalem zeigten und darauf verwiesen, wie schön sich doch alles hier in Israel entwickele. Seit 2001 fanden wir Kontakt zu Gruppen hier in Berlin, die sich um Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern und Deutschen hier in Deutschland bemühen, die sich um Aufklärung der Öffentlichkeit über das Geschehen in Palästina, besonders nach dem Beginn der Zweiten Intefada kümmern. Wir lernten, wir wachten auf. Und wir begannen nachzudenken, über das, was wir hier in Deutschland mit unseren Kräften tun können, um den ihrer Rechte entkleideten Menschen in Palästina zu helfen. Wir sind aufgewachsen mit den Aussagen der Generation vor uns, dass sie all das Schreckliche, das den Juden und anderen hier in Deutschland geschah, nicht wussten, nicht wissen konnten. Das glauben wir vielen dieser Generation. Doch wir und unsere Generation können uns so nicht mehr aus der Verantwortung stehlen: wir wissen, wir können wissen.

Wir begannen zu lesen, zu sichten, zu sammeln. Wir fanden immer mehr Menschen, die wie wir Aufklärung suchten, die wie wir spürten, dass hier ein ungeheures Unrecht gegenüber einem ganzen Volk geschieht. Wir konnten das, was wir durch Recherchen im Internet gefunden hatten, nicht für uns behalten. Viele sollten es wissen. Die Palästinabriefe der Jahre 2002 bis 2006 fanden sehr unterschiedliches Echo. Zustimmung, ärgerliche Ablehnung (Freundschaften brachen auseinander), erstaunlich viel Gleichgültigkeit. Dieweil quillt die Festplatte weiterhin über von Tausenden von Berichten, die es nicht bis zu einem Palästinabrief geschafft haben. Nun das neue Medium, ein neuer Versuch, Öffentlichkeit herzustellen für das, was da geschieht, vielleicht auch Bewusstsein, für das, was auch wir tun können.

Kritiken sind erwünscht. Wir hoffen auf konstruktive Dialoge und auf gemeinsame Suche nach Lösungsansätzen in einer Situation unerhörten Leidens und erschreckender Hoffnungs- und Sprachlosigkeit. Wir überschätzen unsere Möglichkeiten nicht, Einfluss zu nehmen. Doch wir wollen auch nicht resignieren. Wir leben in einem Land und in einer Zeit, großer Freiheiten und Möglichkeiten. Das ist weltweit gesehen ein Privileg. Dies verpflichtet!

Wir werden bei unseren Teilnahmen an Demos, Mahnwachen, Diskussionsveranstaltungen etc. oft mit vielen, auch wiederkehrenden Fragen konfrontiert. Hier einige der Fragen und unserer dezeitigen Antworten >>>

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