Evelyn Hecht-Galinski kommentiert das Geschehen in Nahost seit Jahren in der NRhZ.
Zwischen dem 22. und dem 29. März war der NRhZ-Server gesperrt. Der Provider erklärte, es habe sich um ein technisches Problem beim Server gehandelt (s. Kasten rechts).

Um die wertvollen Kommentare von Evelyn Hecht-Galinski zugänglich zu halten, und um sie auch in zukünftigen solchen Situationen verfügbar zu haben, haben wir alle dieser Texte (mit Zustimmung der NRhZ) hier in Kopie gesichert und hoffentlich erreichbar.

22.3.12: Israel mordet mit großer Vorsicht und Präzision!

8.2.12: Deutsche Staatsräson für Israels Angriffskriege

18.1.12: Die "Jewish Voice" eines Musterjuden

15.1.12: Der Fluch eines jüdischen Staates

7.12.11: Holocaust-Missbrauch für Kriegsdrohung gegen Iran

6.7.11: Wir sind keine Diaspora-Brigaden

4.5.11: Tanz in den Mai

 

Kommentar vom Hochblauen 22.3.2012
Israel mordet mit großer Vorsicht und Präzision!
Von Evelyn Hecht-Galinski

Nach den schrecklichen Anschlägen eines Einzeltäters in Toulouse kommen die durch nichts zu belegenden Aussagen israelischer und jüdischer Organisationen. Immerhin einmal hörte ich im DLF von seiner dort wiedergegebenen Äußerung der Polizei gegenüber, dass er die jüdische Schule nur "aus Versehen" angegriffen habe, es aber eigentlich nur auf Soldaten und Polizisten abgesehen hätte, die den französischen Staat repräsentieren, der am Afghanistan-Einsatz beteiligt ist.
 
Also darf man sehr in Frage stellen, ob der Täter tatsächlich antisemitische Motive hatte. Als die ersten drei Opfer, Soldaten, deren Familien aus Nordafrika stammten, ermordet wurden, hielt sich die Erregung noch in Grenzen. Als aber die jüdischen Kinder und der jüdische Lehrer ermordet wurden, war die Trauer grenzenlos. Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: diese Morde, besonders an den Kindern, sind grausam und schrecklich und durch nichts zu rechtfertigen.

Aber wenn Catherine Ashton, die EU-Außenbeauftragte, in einer öffentlichen Rede in Brüssel eine Verbindung zieht zwischen dem Sterben unschuldiger Kinder - auch an anderen Orten, wie in Gaza - dann kommt sofort die Antwort der israelischen Regierung. Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Barak, gerade in Deutschland, wegen Iran-Angriff, U-Boote und Waffen Einkauf, sowie auf Verkaufstour, nannten den Vergleich "empörend". Warum eigentlich? Empörend ist es, wenn Netanjahu die Geschehnisse in Toulouse als Massaker bezeichnet, die Militäraktionen in Gaza aber als Verteidigung gegen Terroristen, die sich hinter Kindern versteckten, unwahr beschönigt. Beides sind Massaker, es gibt nur einen Unterschied: die israelischen Massaker an Kindern finden unter Billigung der Weltöffentlichkeit statt! Und "Kriegsminister" Barak ergänzte noch, die israelische Armee handele in Gaza mit "großer Vorsicht und Präzision." Die Wortschöpfungen der israelischen Propaganda-Industrie sind immer wieder bewundernswert.
 
Empörend ist es auch, wenn der Grünen-Abgeordnete des deutschen Bundestages, Volker Beck, der es sich übrigens auch nicht nehmen ließ, auf dem Israel-Kongress (ILI) 2010 zu sprechen und dort die israelische Siedlungspolitik "schön redete", Catherine Ashton "antisemitischer Reflexe" bezichtigt, weil sie angesichts der toten jüdischen Kinder von Toulouse auch daran dachte und erinnerte, dass Kinder in Gaza sterben.

SPD-Chef Gabriel hingegen wurde sofort angegriffen, als er nach seinem Hebron-Besuch die Situation der Palästinenser als rechtsfreien Raum bezeichnete und den Satz sagte: "Das ist ein Apartheid Regime für das es keinerlei Rechtfertigung gibt." Die Angriffe gegen ihn kamen von allen Seiten und den üblichen Protagonisten, von Graumann bis zum Jüdischen Weltkongress und von Maram Stern, der schon in einer "Außenansicht" der SZ die Palästinenser als selbst schuld an ihrem Unglück bezeichnet hatte. Oder vom American Jewish Commmittee und Direktorin Deidre Berger, die Israel delegitimitiert sieht und als den "Friedensprozess" nicht voranbringend bezeichnet (welchen Friedensprozess?).
 
Neben Philipp, dem Mißfelder, der der SPD empfahl, ihre Außenpolitik gegenüber Israel zu überdenken, forderte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe Gabriel auf, sich "für seinen verbalen Totalausfall schnellstmöglich zu entschuldigen." Dieser wird nach solcher Kritik seine Aussagen sicher relativieren, vor allem angesichts der Bedrohung des jüdischen Staates und als treuer Freund Israels. Hatte er doch gegenüber Netanjahu noch eine ganz gewählte Wortwahl betrieben und die Siedlungspolitik nur "mit Befremden aufgenommen"

Anlässlich des Begräbnisses der jüdischen Opfer von Toulouse, die interessanterweise direkt nach Jerusalem geflogen wurden, weil gläubige Juden nur im "Heiligen Land" beerdigt werden möchten, um als erste den noch zu erwartenden Messias zu erleben, ließ es sich Außenminister Juppé nicht nehmen, die Särge in der El Al Maschine zu begleiten und auf der Beerdigung zu sprechen. Ist jemals ein europäischer Politiker nach Gaza, oder in die besetzten Gebiete geflogen, um ermordete Palästinenser zu betrauern?
Zentralrats-Präsident Graumann zeigte sich zutiefst schockiert und konnte seine Trauer über die getöteten Kinder kaum in Worte fassen. Worte des Verständnisses hingegen findet er immer, wenn die israelische Armee sich und den jüdischen Staat verteidigt und dabei unschuldige palästinensische Kinder getötet werden.
Auch der Präsident des Jüdischen Weltkongresses Ronald S. Lauder, weinte wie alle Juden auf der Welt und bezeichnete den Angriff von Toulouse als einen Angriff gegen Juden in aller Welt. Auch ihn habe ich niemals ein Wort des Bedauerns sagen hören, wenn die israelische Armee unschuldige palästinensische Kinder tötete.
Und wer regt sich schon auf, wenn in Afghanistan, oder Pakistan, oder in anderen Kriegsgebieten - zum Teil auch mit unserer Mithilfe - Massaker unter der Zivilbevölkerung angerichtet werden und unschuldige Menschen, Frauen und Kinder sterben? Wann sind deutsche Politiker schon einmal auch wegen durch deutsche Soldaten verursachten Massakern nach Afghanistan zur Beerdigung der Opfer geflogen? Nein, wir besuchen zwar die Truppen, um sie zum Durchhalten und Weitermachen zu motivieren und wir setzen israelische, geleaste Heron-Drohnen in Afghanistan ein, aber "Morde" werden immer nur untersucht und das war's dann. Amokschützen haben "Gedächtnislücken" und werden schnell außer Landes gebracht. Siehe Oberst Klein, der ja nach seinem Massaker-Befehl, noch von oberster deutscher Stelle gestützt wurde.

Interessant war es, dass bestimmte Medien und der Korrespondent der ARD, die jede Empathie gegenüber ermordeten palästinensischen Kindern vermissen lassen, die Worte des Knesset-Parlamentspräsidenten Reuven Rivlin so selbstverständlich wiedergaben. Zitat: "Das jüdische Volk in Israel und der Diaspora sieht sich wilden Tieren gegenüber, die unersättlich von Hass getrieben werden."
Dazu passen Sätze von Theodor Herzl, aus seinem Buch, "Der Judenstaat", Kapitel "Der Plan": "Kämen wir beispielsweise in die Lage, ein Land voll wilder Tiere zu säubern, würden wir es nicht in der Art der Europäer aus dem 5. Jahrhundert tun. Wir würden nicht einzeln mit Speer und Lanze gegen Bären ausziehen, sondern eine große fröhliche Jagd veranstalten, die Bestien zusammentreiben und eine Melinit-Bombe unter sie werfen." - Soviel zu zionistischen Vorläufern des jüdischen Staates und wilden Tieren.
Merke: Der jüdische Staat mordet "chirurgisch präzise um sich zu verteidigen." Im Umkehrschluss morden die "wilden Tiere", wen meint Rivlin damit wohl? Palästinenser, Muslime(?) nur aus blindem Hass.
In israelischen Medien las man nach dem Bekanntwerden des Massakers von Toulouse sofort, die Antisemiten in Europa, der Kontinent des Holocaust haben nichts aus ihrer Vergangenheit gelernt. Solche Aussagen plus die Aufforderungen israelischer Politiker an Diaspora-Juden in das Heilige Land zurückzukehren, sollen natürlich die Auswanderungswellen beflügeln. Haben doch amerikanische Millionärs- und Milliardärs-Juden schon viele Luxus Wohnungen in Jerusalem aufgekauft, um damit den Anspruch des jüdischen Staates auf das ungeteilte Jerusalem für immer zu zementieren.

Über 100.000 französische Juden sind schon schon nach Israel ausgewandert. Es ist zu sehen, wie die Gehirnwäsche der Propaganda jetzt Wirkung zeigt. In diesem Zusammenhang sind dann auch Bücher wie "Französischer Biss" des israelischen Knesset-Abgeordneten Daniel Ben Simon zu sehen, das das Phänomen der jüdisch/französischen Emigration untersucht und dann feststellt, dass Juden in Frankreich Angst davor haben, dass die Muslime noch mächtiger und bestimmender in der französischen Innenpolitik werden. So wird die Angst vor Muslimen bewusst geschürt! Sarrazin lässt grüßen!

Wenn ein "beutedeutscher" Autor, Antisemitismus und Antizionismus bewusst vermischt und den israelischen Staat als den Juden von heute bezeichnet, dann ist das in die unappetitliche Reihe der Holocaust-Instrumentalisierung einzuordnen, wie sie auch Netanjahu und andere israelische Politiker betreiben. Bedauerlicherweise werden solche Autoren als Medienlieblinge und "Publikumbeschimpfer" in Talk-Shows eingeladen und in den Kulturteilen der Medien besprochen.
Diese Gedanken sollen nur die traurigen momentanen Zustände aufzeigen und zum Nachdenken anregen. (PK)
 
Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski. Unsere LeserInnen kennen sie als Autorin der Serie, die sie "vom Hochblauen", ihrem 1186 m hohen "Hausberg" im Badischen, schreibt.

 

Deutsche Staatsräson für Israels Angriffskriege

Von Evelyn Hecht-Galinski

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17467

08.02.2012

Kommentar vom Hochblauen

Darf Kanzlerin Merkel/Machiavelli wirklich wie vor der Knesset 2008 durch ihre Rede den Begriff der deutschen Staatsräson so missbrauchen, wie jetzt geschehen? Sagte sie doch: "Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt die Sicherheit Israels ist für mich als Bundeskanzlerin niemals verhandelbar - und wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben." Haben wir jetzt tatsächlich die Stunde der Bewährung, wenn das israelische Regime einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran plant?

Und lassen wir uns nichts vormachen: dieser Angriffskrieg ist nur möglich, weil Israel als einer der hochgerüstetsten Staaten dieser Erde jedes Land bedrohen und einschüchtern darf. Das ist allerdings nur möglich, dank der Waffenlieferungen der Schutzmacht USA. Tausende Tonnen Waffen und Bunker brechende Bomben(GBU-39) wurden schon im Jahr 2007 vom US-Kongress zur Lieferung genehmigt. Ebenfalls im Jahr 2007 erhielt Israel von den USA ein Raketenfrühwarnsystem, dass von in Israel (Negev) stationierten US-Soldaten bedient wird.

Israel hat ja Erfahrung in Angriffskriegen und deren propagandistischer "Andersdarstellung" (Koscher-Macher) und Verschleierung. Schon 1981 flog Israel einen Luftwaffenangriff gegen den irakischen Leichtwasserreaktor Osirak und zerstörte die Anlage weitgehend. In der Nacht des 6. September 2007 bombardierten israelische Jets abermals eine angeblich mit Nordkoreas Hilfe gebaute Atomanlage in Syrien erfolgreich. Der Gaza-Angriff mit mehr als 1400 ermordeten Palästinensern wurde in der US-Wahlnacht des 4. November durch Ermordung von sechs Hamas Aktivisten auf deren Territorium vorbereitet. Und erst danach reagierte die Hamas mit einem Raketenbeschuss auf Südisrael. Soviel zum Märchen, dass die Hamas die Waffenruhe gebrochen hätte.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass es Schuhe und Steine gegen UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hagelte - als Zeichen der Verachtung während seines Gaza Besuches letzte Woche. Er lehnte es ab, Eltern und Angehörige von etwa 4000 in Israel einsitzenden "Sicherheitshäftlingen" zu treffen - ganz im Gegensatz zu den Eltern von Gilad Schalit, die er in Israel besuchte! Die Bevölkerung von Gaza hat es satt, von UN-Almosen und -Hilfen leben zu müssen (nach internationalem Recht wäre es Israels Pflicht als Besatzer, die Bevölkerung Gazas zu versorgen. Entgegen der falschen israelischen Behauptung, Gaza nicht mehr besetzt zu halten), weil auch die Uno und die westliche Welt keinen wirklichen Druck auf Israel ausüben, um die Blockade aufzuheben und das größte Freiluftgefängnis der Welt zu befreien.

Das israelische Regime hat es von Beginn an verstanden die Opferrolle zu spielen, umzingelt von Feinden.

Denn merke: "Wer auf einer Insel lebt, sollte sich das Meer zum Freund machen". Genau das Gegenteil ist der Fall! Der jüdische Staat hatte und hat nur eine Intention: Israel muss "araberrein" werden. Dem müssen wir entgegenwirken und es nicht weiter tolerieren, dass Israel mit einem Tsunami von unzumutbaren Maßnahmen auch den letzten Palästinensern jeglichen Lebensraum entzieht.

Sehen wir uns einmal die sogenannten C-Gebiete an. Diese machen 62 Prozent des Westjordanlandes aus und sind die einzig verbliebene Landreserve für einen lebensfähigen Palästinenserstaat. Israel hat es durch seine Planungsbehörden und Verwaltung geschafft, dass die palästinensische Präsenz "kontinuierlich unterminiert" wurde. So werden von uns bezahlte Entwicklungsprojekte gefährdet, nicht genehmigt, oder zerstört. So ordnete die israelische Militärbehörde im Januar an, im Dorf Thaale wegen (angeblich) fehlender Genehmigung eine neue Solaranlage abzureißen. Diese Anlage wurde vom Auswärtigen Amt mit 400 000 Euro unterstützt. Unweit von Thaale, in Imneizil, auch ein Dorf ohne Stromversorgung, soll ein von Spanien gefördertes Solarprojekt abgerissen werden, drei Solar- und Windkraftanlagen in dieser C-Zone südlich von Hebron sind vom Abriss bedroht. Diese Beispiele sind nur einige von Dutzenden!

Schon Jeff Halper vom Komitee gegen Häuserzerstörungen stellte das fest, was jetzt auch die EU-Diplomaten in ihrem jüngsten Bericht feststellten: Die israelischen Militärbehörden erteilen nur auf EINEM Prozent der C-Gebiete Baugenehmigungen. Die dann erfolgende Zerstörung von Häusern und anderen Einrichtungen, denen die (nicht erteilten) Genehmigungen fehlten, führe zu einem "erzwungenen Transfer der einheimischen Bevölkerung". Ethnische Säuberung! Heute leben in den C-Gebieten nur noch etwa 150 000 Palästinenser. Waren es im Jahr 1967, allein im dazugehörigen Jordantal noch mehr als 300 000. In derselben Zeit haben sich aber 310 000 Siedler in der C-Zone niedergelassen. Das konnte auch Entwicklungsminister Niebel sehen, als er letzte Woche diese C-Gebiete besuchte.

Auffallender könnten die Unterschiede zwischen den palästinensischen Dörfern und den Siedlungen nicht sein. Wellblechhütten und Zelte, (auch diese werden vom israelischen Militär abgerissen) fehlender Strom und kein fließendes Wasser (außer Regengüsse), sogenannte Geröllstraßen und Schlamm. Daneben die geteerten Straßen, Blumenbeete und Palmenhaine, die zu den Siedlungen Tomer und Pezalel führen. Niebel verlangte dann - tatsächlich war er das ERSTE deutsche Regierungsmitglied, das die C-Gebiete besuchte!: "Die palästinensische Bevölkerung muss sich entwickeln, bauen und sich bewegen können".

Niebel besuchte diesmal auch Fasail und den Ostjerusalemer Stadtteil Silwan, wo sich die Palästinenser von 300 jüdischen Siedlern bedrängt fühlen, die dort einen archäologischen Park bauen. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er auch diesen Besuch in Silwan als erstes deutsches Regierungsmitglied unternahm, unter Führung einer israelischen Friedensaktivistin, die ihn darüber aufklärte, wie Israel mit diesen Maßnahmen die Palästinenser daran hindert, im Ostteil Jerusalems eine eigene Hauptstadt für einen Palästinenserstaat zu gründen. (Dies berichtete die FAZ durch ihren hervorragenden Israel-Korrespondenten H.C.Rößler.) Beamte aus Liebermans Außenministerium behaupteten dagegen: "Muslime beanspruchen ganz Jerusalem als ihre Stadt, als wichtiges Zentrum ihrer Religion." Tatsache ist, dass Netanjahu Jerusalem als ungeteilte israelische Hauptstadt behalten will.

Zum selben Zeitpunkt reiste der zweite FDP-Minister (welche überproportionale Präsenz für eine 3% Partei), nämlich Außenminister Westerwelle zu seinem Kollegen (und Wein- und Zigarrenfreund) Lieberman, um den "Stillstand in den Nahost-Verhandlungen zu beenden" und um das iranische Atomprogramm zu diskutieren. Nach obligatem Yad Vaschem-Besuch und 10 Millionen Euro Aufstockung für die Gedenkstätte war er so ergriffen, dass er Israel aus falsch verstandener Vergangenheitsbewältigung heraus wieder volle Solidarität zusagte.

Damit sind wir also wieder beim Iran und einem möglichen Angriff Israels. Einerseits hat Berlin Militärschläge stets abgelehnt. Nur der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Missfelder (keine Hüftgelenke für Alte!) ist dafür, dass alle Optionen offen bleiben. Damit meint er, ohne es direkt auszusprechen, einen möglichen militärischen Angriff Israels.

Israel kann sich also wieder deutschen Verständnisses sicher sein, Staatsräson eingeschlossen. Auch in Deutschland gibt es mahnende Stimmen, wie die von dem ehemaligen Leiter der Sicherheitskonferenz und ehemaligen Kanzler Kohl-Berater Horst Teltschik oder von Ruprecht Polenz, oder auch von Verteidigungsminister de Maiziere, oder vom stellvertretenden Fraktionschef der SPD im Bundestag, Gernot Erler, die vor einem israelischen Angriff warnen.

Auch der jetzige Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz setzt auf "Containment" und möchte einen Angriff verhindern. Er sagte in einem DLF-Interview vom 3.2.2012 folgende BEZEICHNENDE Sätze: "Auch in Israel, auch unsere israelischen Freunde wissen, dass ein Militärschlag eine ganz schlechte Option ist." Und: "Zweitens ist, mal abgesehen von der Frage der völkerrechtlichen Zulässigkeit…".

Da haben wir also wieder die typischen Sätze, wenn es um Israel geht: "Israelische Freunde" und noch viel schlimmer: man geht einfach über das Brechen des Völkerrechts hinweg, wie schon nach dem Angriff auf die Mavi Marmara, Gaza- und Libanon-Angriffe mit Phosphor und Streubomben etc.

Das israelische Regime, der jüdische Staat führt einen Krieg "mit Gottes Hilfe", d.h. der Geheimdienst Mossad führt Aktionen mit den Namen "Zorn Gottes" durch, wie die Aktion gegen die palästinensischen Freiheitskämpfer, die das Attentat in München während der Olympiade 1972 verübt hatten.

So war es nur folgerichtig, dass israelische Journalisten den ehemaligen Geheimdienstchef Dagan fragten, ob vielleicht "Gott" bei den vielen "Unfällen" rund um das iranische Atomprogramm seine Hand im Spiel hatte. Dagan bejahte das. Der heimliche "Gotteskrieg" mit bei Attentaten zu Tode gekommenen Atomforschern ist voll im Gange, ebenso der Computerkrieg; jetzt fehlt Israel nur noch der "richtige" Krieg zu seiner "Endbefriedigung".

Israel wird und will wieder, wie schon so oft im Schatten eines US-Wahlkampfes die Handlungsunfähigkeit der US-Regierung ausnutzen.

STOP THE BOMB FROM ISRAEL!!!

(PK)

Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski. Unsere LeserInnen kennen sie als Autorin der Serie, die sie "vom Hochblauen", ihrem 1186 m hohen "Hausberg" im Badischen, schreibt.

Online-Flyer Nr. 340 vom 08.02.2012

 

 

Die "Jewish Voice" eines Musterjuden

  Von Evelyn Hecht-Galinski

  "Jewish Voice"? Ich dachte, kennst Du doch: für einen gerechten Frieden in Nahost. Weit gefehlt, jetzt gibt es tatsächlich eine Zeitung gleichen Namens, aber.... Rafael Seligmann, der Autor des Romans "Der Musterjude", hat eine illustre Truppe um sich geschart, mit der er dem Ausland - daher auch in englischer Sprache - das jüdische Leben in Deutschland erklären und deutsche Politiker "koscher" darstellen will.

  Selten sah man so ein Presse- und Medien-Echo, wie bei der Vorstellung dieser "Voice", beheimatet in Berlin-Wilmersdorf "unterm Gummibaum". Seligmann gelang es, einen Vorstand (Board) um sich zu versammeln der seinesgleichen sucht! Da geht es von der Politik, Siegmar Gabriel (SPD) bis zu Uwe-Karsten Heye, früherer Regierungssprecher und heutiger Generalkonsul in New York, Vorsitzender der von ihm gegründeten und von mehreren Ministerien geförderten Initiative "Gesicht zeigen". Dieses zeigt er auch sehr gut, indem er über den "tief verwurzelten" Faschismus in der (Mitte der) deutschen Gesellschaft schreibt. - Ja, dass will das Ausland über uns hören!

  Ich sage: Nicht der Antisemitismus, sondern die K R I T I K an der israelischen Politik ist (endlich) in der Mitte der Gesellschaft angekommen!

  Ist das auch der Grund, dass es sich Außenminister Westerwelle nicht nehmen ließ, diese "Voice" im Haus der Commerzbank in Berlin in "schwülsterwelligen" Worten vorzustellen? Hier Auszüge, frei übersetzt: Deutschlands Verpflichtung - Ich möchte der Jewish Voice from Germany und seiner ersten Ausgabe gratulieren. Zu berichten in englischer Sprache für jüdische Gemeinden in den USA, Kanada, Israel und England über das neue aufblühende jüdische Leben in Deutschland, hier wird eine Brücke gebaut zu den Gemeinden über den Atlantik. So senden wir eine klare Botschaft, dass die jüdische Gemeinschaft in Deutschland ein unumstößlicher nicht nur ein geschichtlicher Teil der Vergangenheit ist, sondern vor allen Dingen ein Teil der Zukunft. Zugleich ist Deutschlands historische Vergangenheit ein Eckstein in der Außenpolitik. So ist unsere Verantwortung für die Vergangenheit unsere Verpflichtung für die Zukunft. Aus diesem Grund ist es so wichtig, das tiefe Netzwerk des Verstehens und der Freundschaft, über Jahrzehnte gewachsen, weiter zu verbessern. Tausend Freiwillige beider Länder, unzählbare wissenschaftliche Projekte und usw. zeigen die warme Freundschaft zwischen Israel und Deutschland. Wir brauchen engagierte Menschen, die das Wissen über jüdische Geschichte in eine Vision für die Zukunft übertragen. Wir brauchen Medien, die diese Vision befördern und erklären (we need media to convoy and elucidate this vision). Derzeit sei die Lage im Nahen Osten "ungewöhnlich ernst" (warum wohl?) und 2012 könne zu einem Schicksalsjahr in dieser Region werden. Dauerhafter Frieden zwischen Israelis und Palästinensern sei möglich, doch werde es ihn nur in Verhandlungen geben. "Als Freunde Israels werden wir auch weiter unseren Beitrag für eine umfassende und gerechte Zwei-Staaten-im-Nahost-Konflikt-Lösung leisten", sagte Westerwelle auch noch.

  Herr Außenminister Westerwelle, diesen Beitrag "als Freunde Israels" haben Sie schon in so vielfältiger Form geleistet, auch in freundschaftlicher Verbundenheit mit Außenminister Lieberman, Ihrem Pendant in Israel, dass man die israelische Politik bei ihnen in besten Händen weiß. Da kommt eine "Jewish Voice" gerade recht, die diese Politik gut rüberbringt und verkauft und deutsche Politiker in "Jewish Brightness" erstrahlen lässt.

  So passt das auch zu den Sätzen des Herausgebers Seligmann, wenn dieser in seinem ersten Artikel schreibt: "Israel sollte der erste Staat sein, der Palästina anerkennt". Dieser Satz wird dann als mutig verkauft. Liest man aber seinen Artikel für diese erste Ausgabe "Recognize Palestine to Secure Israel`s Existence", sieht man sehr genau, wie "mutig" dieser Autor ist: Er tritt für eine Zwei Staatenlösung ein, ohne diese zu erklären. Sehr mutig! Und der der Außenpolitikredakteur der Welt, Clemens Wergin, schreibt über die Nuklearambitionen des Iran. Wann wird sein Welt-Freund und Kollege H.M.Broder, auch für die "Voice" schreiben dürfen?

  Diese Zeitung - als Gratiszeitung konzipiert - das gilt wohl mehr für Journalisten, Politiker, Abgeordnete des deutschen Bundestages, der israelischen Knesset und des US-Kongress. Die normalen Leser sollen das Blatt aber für Euro 3,-- an Flughäfen oder Bahnhöfen kaufen. Diese Zeitung soll sich nur aus Werbung und Eigenmitteln von Seligmann finanzieren. Die Werbekunden haben auch schon gut gebucht, z.B eine ganzseitige Anzeige der Deutschen Bank. Scheint sich also gelohnt zu haben, dass der Ressortleiter Wirtschaft in Seligmanns Team der ehemalige Kommunikationschef der Deutschen Bank, Siegfried Guttermann ist.

  Auch der Freistaat Sachsen ließ sich nicht lumpen und investierte in eine halbe Seite, schließlich sitzt ja der sächsische Staatsminister Johannes Beermann auch im "Board", dem beratenden Gremium der "Jewish Voice". Das reiht sich gut in das sponsoring der sächsischen Israel-Freunde, die die kleinen Davidsterne als Trostpreise für den Israel-Kongress im Oktober 2011 in Frankfurt spendeten. (Motto: "I like Israel.")

  Klar dass man, wenn man dieses beratende Gremium anschaut, immer wieder explizit auf die Unabhängigkeit der "Jewish Voice" hinweisen muss. Des Weiteren sitzen da nämlich so "schillernde" Persönlichkeiten wie: Prof. Dr. Margarita Mathiopoulos, heute FDP, Dr. Etta Schiller, Prof. em. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Dr.-Ing. h.c. von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, Christian Schmidt, Staatssekretär BM Verteidigung, Dr. Abi Pitum, Honorarkonsul der Mongolei, Barbara Richstein, Ministerin a.D. CDU, Brandenburg, Nicholaus Teller, Commerzbank, Dr. Angelika Westerwelle, CDU, Reinhold Robbe, DIG (Deutsch Israelische Gesellschaft), Lala Süsskind, ehemalige Berliner Jüdische Gemeinde-Vorsitzende, Avi Primor, Botschafter Israels a.D., Dr. Guido Sandler, Netzwerkpartner Unternehmer Invest, Prof. Dr. Michael Eilfort, Vorstand Stiftung Marktwirtschaft. Christian Lindner, zurückgetretener FDP-Generalsekretär und ehemaliger Hoffnungsträger, Lars Ellermeier, Generalbevollmächtigter des UBS Wealth Management, Prof. Dr. Gerd Merke, Wiesbaden Business School, Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin BV Energie und Wasserwirtschaft, ehemalige Staatsministerin im Kanzleramt bei Merkel, Volker Christians, Zehnder, international Club of Leaders.(1)

  Das war nur eine kleine, aber feine Auswahl des beratenden Gremiums der "Jewish Voice" (die natürlich völlig unabhängig ist!). In diesem Board trifft sich Hochfinanz neben Politik und Lobbyisten, wahrlich ein bezeichnendes Gremium für eine unabhängige "Jewish Voice", die demnächst das blühende jüdische Leben und was deutsche Politiker und andere dafür tun, in die Welt tragen wird. Für diese Stimme brauchten wir den Erfinder des Musterjuden, Rafael Seligmann, den Seligmacher-Schreiber der deutschen Elite, der die deutsch-jüdische Symbiose zum Blühen bringen will.

  Und was tut sich derweil im jüdischen Staat Israel? Abermals hat das Oberste Gericht Israels ein Gesetz gebilligt, das Palästinensern verbietet, mit ihren arabisch-israelischen Ehepartnern zusammen zu leben. Begründung: Diese Paare hätten zwar das Recht zusammen zu ziehen, müssten das aber nicht in Israel tun. Menschenrechte dürften nicht um den Preis eines "nationalen Selbstmords" verwirklicht werden, schrieb Richter Grunis.

  Auf einer Konferenz des Jerusalemer Puah Instituts durften nur Männer über künstliche Befruchtung, Menstruation, oder richtiges Stillen debattieren. Die Konferenz fand zum zwölften Mal statt, sie stand diesmal unter dem Motiv "Neuigkeiten in Gynäkologie, Geburtshilfe und jüdischem Recht". Jakov Litzman, der als stellvertretender Gesundheitsminister für dieses Institut zuständig ist, hat als Mitglied der Partei "Vereinigtes Tora-Judentum" und Mitglied der Regierungskoalition nichts gegen die Verbannung der Frauen einzuwenden. Warum auch? In einem Staat, der die jüdischen Gesetze der Tora über die staatlichen setzt, kann keine Demokratie funktionieren, das schließt sich aus.

  Wurden nicht Holocaust-Vergleiche benutzt, die die Regierung jetzt unter Strafe stellen will, - auch schon beim Puah Institut, indem man ihm vorwarf, wie die Nazis zu handeln und Juden auszuschließen. Die ganze Aufregung zeigt mir nur, was dabei herauskommt, wenn ein Staat auf einer Religion basiert und diese von Anbeginn seiner Gründung missbraucht hat. Sowohl die Instrumentalisierung des Judentums als die des Holocaust sollte unter Strafe gestellt werden.

  In den USA zog ein neuer Stabschef ein, Jakow Lew, ein orthodoxer Jude, der während der Regierungszeit von George W. Bush Manager der Citigroup war und dort Hedgefonds und Immobilien überwachte. Danach - vor seinem jetzigen Posten - kümmerte er sich für Hillary Clinton im Außenministerium um Afghanistan und den Irak. So stellt auch Abba Cohen, Direktorin von Agudath Israel in Washington fest, Lew sei immer hilfreich für die jüdische Community gewesen.

  So erfuhren wir auch aus CIA-Akten, dass der Mossad, getarnt als Amerikaner, Terroristen der Organisation Jundallah zu rekrutieren versuchte, um sie gegen den Iran einzusetzen. Liegt es wirklich in unserem Interesse, wenn Mossad Rekrutierungen Aktionen und Tötungen im Iran, Irak, oder sonst wo (wer weiß es schon?) organisiert? So etwas muss sofort mit dem Schleier des Verständnis und Verstehens behandelt werden. Im Interesse des bedrohten kleinen Israel. In diesem Zusammenhang auch sehr interessant: gerade bekam ein angeklagter französischer Aktivist der Boykott-Israel-Kampagne ein Päckchen mit einem weißen, absolut tödlichen Pulver nach Hause geschickt.

  Zum Schluss noch das aus online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau vom 13.01.2012, wo uns ein Christian Bommarius einen "LEITARTIKEL SYRIEN UND DEN LINKEN" unter dem Titel "Damals wie heute" hinterlassen hat. In dem Artikel werden sechs Parteimitglieder der LINKEN verunglimpft, weil sie den - auch von mir unterschriebenen - Aufruf "Kriegsvorbereitungen stoppen" unterzeichnet haben. Dieser Leitartikel ist an Hetze und beleidigenden Unwahrheiten nicht mehr zu toppen. Er gipfelt in dem Schlusssatz "Fliegt dieses Personal nicht endlich vom Platz, muss die Partei zu (!) nächsten Spiel gar nicht mehr antreten". Denn sie "verbrüdern sich öffentlich mit dem Massenmörder Assad – eine Fortsetzung ihres antisemitischen Treibens." (1)

  Ich sage: Es wird Zeit, dass wir alle gemeinsam antreten gegen solches Medien-"Personal". (PK)

  (1) http://www.fr-online.de/meinung/leitartikel-syrien-und-den-linken-damals-wie-heute ,1472602,11445

  Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski. Unsere LeserInnen kennen sie als Autorin der Serie, die sie "vom Hochblauen", ihrem 1186 m hohen "Hausberg" im Badischen, schreibt.

  (1)http://jewish-voice-from-germany.de/board.php

  Online-Flyer Nr. 337 vom 18.01.2012  

  http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17399

 

 

 

Der Fluch eines jüdischen Staates

Von Evelyn Hecht-Galinski

Schrieb ich nicht schon jahrelang über die Tolerierung der rassistischen Parteien und Rabbiner, so haben wir jetzt, frei nach Goethe, "die Geister, die ich rief", die ungezügelt ihre Geister in der jüdischen Ideologie eines jüdischen Staates gewähren lassen. Schon bei Staatsgründung legten zionistische Politiker wie Ben Gurion, trotz totaler Säkularität durch ihre Sprüche und Taten die Wurzeln für die heutigen Zustände im "Scheinheiligen Land".

Diskriminierung von Nichtjuden war von Beginn an in allen Lebensbereichen Tatsache. Nehmen wir das Wohnrecht: Gründet sich diese Diskriminierung nicht auf die Tatsache, dass über 90% von Israels Land Staatseigentum war und von der israelischen Landbehörde gemäß Bestimmungen des Jüdischen Nationalfonds, einer Tochterorganisation der World Zionist Organisation, erlassen wurde? In diesen Bestimmungen verweigert der JNF jedem der nicht jüdisch ist, das Recht in Israel zu wohnen, ein Geschäft zu eröffnen und oftmals auch zu arbeiten. Gleichzeitig ist es Juden nicht verboten, sich irgendwo in Israel anzusiedeln, oder Unternehmen zu eröffnen. Eine derartige diskriminierende Behandlung gegenüber Juden in einem anderen Staat würde sofort und mit Recht als Antisemitismus gebrandmarkt werden und ohne Zweifel massive öffentliche Proteste auslösen.

Dies alles las ich in dem 1998 erschienen Buch von Israel Shahak, "Jüdische Geschichte, Jüdische Religion", das ich schon mehrmals empfahl. Dieser Fakt, ebenso wie das Rückkehrrecht für alle Juden, ist für mich eine untragbare schändliche Tatsache, die heute schamlos von Orthodoxen, Siedlern und säkularen Politikern benutzt wird, um das palästinensische Volk zu unterdrücken und inzwischen auch die eigene Bevölkerung, sich ihren Regeln zu unterwerfen.

Riefen nicht rassistische orthodoxe Rabbiner dazu auf, die Palästinenser zu töten, auch ihre Frauen, Kinder und ihr Vieh? Riefen sie nicht dazu auf, kein Land an Palästinenser zu vermieten, oder zu verkaufen? Kamen nicht die Mörder von Rabin, wie Yigal Amir und der Hebron Massaker-Mörder Baruch Goldstein aus diesem Milieu? Goldstein hatte seine politische Heimat in der rechtsextremen Kach Partei. War nicht Avigdor Lieberman, der heutige Vorsitzende der Rechtsradikalen Beitenu Partei "Unser Haus Israel" früher einmal Mitglied dieser nach dem Massaker verbotenen Kach Partei? Forderte nicht der Justizminister Jaakov Neeman schon vor zwei Jahren, dass die Gesetze der Thora die verbindlichen Gesetze im Staat Israel sein sollten? Er konnte diese Gedankengänge nach massiven Protesten glücklicherweise nicht in die Tat umsetzen, aber seine "orthodoxen Jünger" fordern das immer noch wiederholt und träumen von einer jüdischen Theokratie und "Talibanisierung" Israels.

Schritt für Schritt kommen sie diesem Ziel näher: Bürgersteige nur für Frauen, getrennte hintere Plätze in Bussen nur für Frauen. Ein siebenjähriges Mädchen wird angespuckt, weil es nicht "züchtig" angezogen ist. Das wurde auch noch von einem orthodoxen Rabbiner im DLF bestätigt - in einer ausgezeichneten Radioreportage von Sebastian Engelbrecht über die Zustände in Beit Schemesch. Da lief es mir zur frühen Morgenstunde eiskalt über den Rücken!

Nicht nur die ungezügelte Judaisierung und ethnische Säuberung Jerusalems durch den ungebremsten, ungesetzlichen und völkerrechtswidrigen Siedlungsbau geht unablässig weiter (kurz vor Weihnachten tausend neue Wohnungen in Ost-Jerusalem und nahe Bethlehem, sowie am 28. Dezember wieder 130 neue Wohnungen mit drei Wohntürmen zu je zwölf Stockwerken), sondern auch die Judaisierung der Orthodoxie gegenüber der säkularen israelischen Mehrheitsbevölkerung.

Wenn Hardcoresiedler Moscheen anzünden oder rechtsradikale Siedler ineine christliche Taufstätte am Jordanfluss einbrechen, um es den Jordaniern "mal heimzuzahlen". Zwar will der israelische General Nitzan Alon, der das Kommando ab nächstes Jahr in der Westbank innehaben wird, dann keine Nachsicht mehr üben, auch gegenüber "jüdischen Terroristen" nicht, aber

so schlimm kann es auch nicht werden. Nicht umsonst hat die Siedlerführung Kooperation zugesagt, denn bis jetzt hat sich hartnäckiges Verhandeln auch immer als sehr erfolgreich erwiesen. Erster Sieg: der teilweise auf palästinensischem Privatland gebaute illegale Außenposten Ramat Gilad muss nicht geräumt werden, im Gegenteil: die Regierung will ihn jetzt für die Siedler legalisieren. Der sogenannte "Preis": es müssen neun illegale Wohncontainer bis April ein paar Meter versetzt werden. Es lohnt sich also für die Siedler und Extremisten als Brandstifter im "Scheinheiligen Land" Moscheen anzuzünden und die Gesetze der Bibel über die Gesetze des Staates zu stellen. Das denken sich dann Kaderschmieden der Religionsschulen wie die Jeschiwa Merkas Harav aus, ein wichtiges Zentrum der Nationalreligiösen. Da verlangen Rabbiner das Abhängen von Plakaten von Fotos von Frauen, oder Frauen werden aufgefordert, ihre Viertel zu meiden.

Aber ist das nicht die Folge der Instrumentalisierung des Judentums für politische Zwecke, die von den Politikern bewusst betrieben wurde und wird, wenn z. B. Ministerpräsident Netanjahu zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit mit Kippa erscheint, um seine religiöse Verbundenheit zu zeigen. Wird ihm diese verlogene Geste und schauspielerische Höchstleistung wirklich abgenommen? Israel und Netanjahu als Bollwerk gegen den Islamismus und Paradies für christliche Zionisten (die normalen Christen werden immer weniger), wie er da saß bei seiner triefend verlogenen (Sch)Weihnachts-ansprache. (Ist es nicht komisch, dass mich dieser Wolf im Schafspelz an Wulff im Schafspelz erinnerte?) Klar, dass er dann jüdische Siedlerterroristen nicht als solche bezeichnen will, schließlich will er seine Wählerschaft nicht verprellen - oder?

Auch Tzipi Livni, die Vorsitzende der Kadima Partei (witzigerweise in den deutschen Medien von der gemäßigten Oppositionsführerin zur Sozialdemokratin mutiert, immerhin eine der Haupt-Mit-VerursacherInnen des Gaza-Massakers), die sich heute so um das Ansehen und das Bild Israels sorgt, wollte früher, als sie noch hoffte, Ministerpräsidentin zu werden, auch mit der Schas Partei koalieren. Übrigens diese Parteien wie Schas und andere wären in Deutschland gar nicht koalitionsfähig, sondern verboten. Siehe oben!

So ist es auch kein Zufall, wenn ausgerechnet jetzt, nachdem sich die Beziehungen Israels und der Türkei massiv verschlechtert haben, die Haltung zum Völkermord an den Armeniern neu debattiert wird. Hatte man nicht immer mit Hinweis auf die Beziehungen zur Türkei diesbezüglich "gemauert?" Jetzt aber, nach der in der Knesset abgeschmetterten Forderung nach Anerkennung des Völkermords an den Armeniern, diesmal die zusätzliche Forderung nach Einführung eines Gedenktages als überraschende Wende. Eine neue Initiative, diesmal von rechter Seite, durch den ultrarechten Abgeordneten Arye Eldad. Und jetzt kommt der "Clou" mit Unterstützung des Vorsitzenden des Erziehungsausschusses, Axel Miller. Axel Miller ist kein Geringerer als der Ultranationale, der bekannt und berüchtigt wurde durch das von ihm auf den Weg gebrachte und umstrittene "Anti-Nakba-Gesetz." (Ich sage nur das Stichwort "Nakbaleugner".) Da stimme ich der israelischen Presse zu, die von Heuchelei sprach, was mir allerdings mehr als vornehm umschrieben scheint.

Übrigens: Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht wäre vielleicht besser beraten gewesen, sich in der Türkei für die Neonazi-Morde zu entschuldigen, waren doch die ermordeten Deutsch-Türken Bürger mit Migrationshintergrund. Das nur nebenbei gesagt. Aber natürlich ist eine Reise in das "Heilige Land" und zur "einzigen Demokratie im Nahen Osten" für philosemitische deutsche Politiker Pflichtprogramm. Da ändert auch der kurze Abstecher nach Ramallah nichts dran. Wurde sie dort um Hilfe gebeten, Deutschland für einen Palästinenserstaat zu mobilisieren? Das hat fast schon einen kabarettistischen Charakter. Tunesische Diplomaten werden bei uns jetzt ausgebildet und "sensibilisiert" für das besondere Verhältnis zwischen Deutschland und Israel.

Übrigens, wenn ich schon bei deutschen Politikern gelandet bin, nur soviel: ein Artikel in der FAZ vom 29. Dezember(1) hat mich so fasziniert und begeistert, dass ich ihn wärmstens empfehlen möchte. Titel: "Wie viel Bekenntnis verträgt die SPD?" von Thomas Stamm-Kuhlmann. Er schreibt darin über die Gefahren, die davon ausgehen, wenn die SPD sich immer mehr an die Kirchen anschließt und die Laizisten, Atheisten und Agnostiker "draußen vor" lässt und so die Wähler im "antiklerikalen" Milieu verprellt. Ausgesprochen lesenswert!!! Ich sage nur: Der nächste Kanzler darf kein Niedersachse sein!

Außerdem finde ich, angesichts der Tatsache, dass wir zwar auf dem Papier die Trennung von Staat und Kirche haben, tummeln sich viel zu viele Kleriker, Pfarrer (Pfarrerstöchter) und Pastoren in der Politik und in den Parteien. Da lobe ich mir die Freidenker. Die Gedanken sind frei. Ich wünsche uns allen für 2012 eine aufgeweckte und wachsame Medien- und Politiklandschaft. (PK)

(1) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik-und-religion-wie-viel-bekenntnis-vertraegt-die-spd-11583268.html

Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski. Unsere LeserInnen kennen sie als Autorin der Serie, die sie "vom Hochblauen", ihrem 1186 m hohen "Hausberg" im Badischen, schreibt.

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17349

Kommentar vom Hochblauen

 

 

Holocaust-Missbrauch für Kriegsdrohung gegen Iran

Von Evelyn Hecht-Galinski

Eine erschreckende Linie zieht sich inzwischen auch durch den deutschen Medien-Wald und hat deutsche Politiker mit in ihren Sog gezogen. In den USA, wo das "Abklatschen", d. h. die Gesinnungsprüfung durch AIPAC der Kongressabgeordneten zum guten Ton gehört und jetzt nochmals eins drauf gesetzt wird, indem alle Senats und Kongressabgeordneten einen Fragebogen dieser pro-israelischen Lobby-Organisation zu ihrer Einstellung gegenüber Iran und den Palästinensern auszufüllen haben. Merke: falsche Antworten bringen Ärger.

Da wird dann mit den altbekannten Stereotypen von Falschaussagen gearbeitet wie: "Wenn Iran die Atombombe hat, wird es das vollenden, was Hitler nicht geschafft hat?" Eine Attacke wird gerechtfertigt, mit dem Satz: "Was lehrt der Holocaust? Wir müssen leben!" Oder es wird mit den bekannten Unwahrheiten und bewussten Falschübersetzungen von Reden von Ahmadineschad gearbeitet wie: "Auslöschung von der Landkarte" und anderem Schwachsinn. Hier wird also eine gezielte Rhetorik - den Holocaust missbrauchend - eingesetzt. Erfunden von Israel-Lobbyisten und Thinktanks weltweit. Nicht der Iran als Atommacht ist die Bedrohung, sondern Israel mit seinen mindestens 200 Atomwaffen am Boden, zur See und in der Luft - zu benutzen um Iran, oder andere Gegner zu vernichten.

Zeigt nicht wieder die Lieferung der mit Atomwaffen bestückbaren U-Boote, für die im deutschen Haushaltsplan für 2012 135 Millionen zurückgelegt wurden, unsere schreckliche Mitschuld an der Kriegstrommelei Israels? Klar, dieser Deal wurde schon im Jahr 2005 unter der damaligen rot-grünen Regierung Schröder eingefädelt. In diesem Zusammenhang scheint mir ein Kommentar des damaligen grünen Außenministers Joschka Fischer bemerkenswert. Unter dem Titel: Der iranische Albtraum" ließ Fischer wie schon so oft auch in seinen unsäglichen Außenansichten in der SZ, keinen Zweifel an seinen Intentionen. Er arbeitet mit Wörtern wie "angeblich", "meines Erachtens keinen vernünftigen Zweifel", und "würde", um die Gefährlichkeit Iran hervorzuheben und suggeriert so, dass die Verbindung der iranischen Außenpolitik mit Nuklearwaffen und Raketen zu einem Albtraum für Israel, die Türkei und die Golfstaaten führe.

Ein Albtraum sind für mich Politiker wie Fischer, der uns schon in den Balkan-Krieg führte und der sich auch nicht schämte, den Auschwitz-Begriff dafür zu missbrauchen. Damit befinden sie sich ja im trauten Miteinander mit ihren israelischen Freunden: "Nie wieder Auschwitz", "unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt", "Kriegsteilnahme ein Quantensprung", "Iran mit seinen Atomwaffen eine Bedrohung von Israels Existenzrecht", "Israels Sicherheit als deutsche Staatsräson".

Das sind ein paar Kostproben bezeichnender Aussagen deutscher Politiker aus den letzten Jahren. Kann man es dem deutschen Steuerzahler eigentlich noch plausibel machen, dass im Zeichen der Finanzkrise und Verarmung großer Teile auch der deutschen Bevölkerung, von uns subventionierte Waffen an das hochgerüstete und reiche Israel gehen? Ja, Israel ist reich, als "Chonte" (Prostituierte) der USA ist es der Garant für die Machtansprüche und Gewährleistung der Hegemonie der westlichen Allianz in dieser Region. Und deshalb bezahlt der Westen gut, trotz vieler eigener Finanzprobleme. Für die Interessen des Statthalters Israel steht immer neues Geld zur Verfügung. Um das nicht zu ändern, wird mit aller Gewalt die Dämonisierung Irans und anderer arabischer und nordafrikanischer Staaten betrieben. Das kann nur solange gut gehen, wenn es immer wieder geschafft wird Regime zu kreieren oder sie fallen zu lassen. Eine Änderung dieser Zustände ist momentan nicht in Sicht. Erst wenn sich ein wirklicher Frühling, auch und besonders für die Palästinenser abzeichnen wird, ohne die alten Strippenzieher, wird sich da etwas ändern.

Ich habe einen außerordentlich interessanten Beitrag des American Enterprise Institute gelesen, in dem man die wahren Absichten gegenüber Iran analysierte. Darin stellte man eine These auf, die mir mehr als einleuchtend erscheint, nämlich dass nicht der Besitz von Atomwaffen Iran zum Problem machen würde, sondern die Tatsache, dass wenn Iran diese besäße, seine Regierung einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen an den Tag legen würde und damit die ganzen Hetz- und Unwahrheiten wie "1938 und Hitler ist auf dem Weg", oder "Die Mullahs würden auch nationalen Selbstmord begehen, um Israel zu vernichten" widerlegen würde. Dann würden sich alle Sanktionen und Kriegsdrohungen der West-Allianz als entlarvte Propaganda in Luft auflösen.

Diese Schlüsse erscheinen mir mehr als plausibel. Will Israel aus diesem Grund jetzt Studenten anheuern, um sie in einem dreijährigen Farsi-Kurs auszubilden um sie dann im Mossad zu beschäftigen? Versuchten nicht ähnliche Kreise von Neo-Kon Protagonisten diese Taktik, um die "Chemischen Waffen" Sadam Husseins zu beweisen und so den Irak-Krieg

anzuzetteln? Wissen wir, wie diese Neo Kons und Tea Party-Leute täglich schreckliche "Rumors" dieser Art erfinden, um dann nach Libyen Syrien oder andere strategisch oder Energie-wichtige Länder unter ihre Kontrolle zu bringen. Schreckliche Regime wie Saudi Arabien, Jemen, Bahrein und Kuwait sind die "Guten". Aber aufgepasst, von Gut zu Böse geht es schnell, da sollten sich manche Staaten keinen Illusionen hingeben.

In dem Zusammenhang beeindruckte mich ein Interview im Spiegel Online vom 2.Dezember. Es wurde mit dem iranischen Botschafter in Deutschland, Ali Resa Scheich Attar, geführt, einem Mann, der mich schon letztes Jahr während einer Lunch-Einladung in seine Privatresidenz tief beeindruckt hatte. Er beantwortete mir damals auch die strittigsten Fragen mit einer Offenheit und Intelligenz, die mir sein globales Denken offenbarte. Außerdem lud er mich und meinen Mann in den Iran ein, um dort jüdische Gemeinden und Rachels Grab zu besuchen.

Sein Spiegel-Interview ist eine lesenswerte Grundlage, um die Ziele und Vorstellungen des Iran zu verstehen. Ich möchte betonen, dass ich selbstverständlich als säkulare Person Probleme habe, manche dieser strengen Regeln nachzuvollziehen, die gewisse Freiheiten der Bürger einschränken. Doch das gilt für mich überall - von Saudi Arabien bis zum Iran und dem jüdischen Staat, wo Orthodoxe Juden und Gusch Emunim-Siedler die Regeln bestimmen wollen. Aber die Aussagen von Scheich Attar im Spiegel sind bemerkenswert und zeigen, dass er ein durch und durch gebildeter und feiner Mensch ist.(1) Ganz im Gegensatz dazu ein Interview in der Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung mit dem scheidenden israelischen Botschafter in Deutschland Ben Zeev, dessen Aussagen die israelische Politik und den Druck entlarven, den diese auf deutsche Politiker bis heute ausübt.

Der iranische Botschafter sagte, sein Land sei an Sanktionen gewöhnt. Den israelischen Botschafter und sein Land sollten wir auch an Sanktionen gewöhnen, gerade deshalb ist die BDS Kampagne auch so wichtig, für die ich gelegentlich werbe! (2) Für alle Englisch lesenden und verstehenden Leser möchte ich auch diese Problematik und natürlich auch z.B. dass soeben erschienene Buch von David Cronin: "Europe`s Alliance with Israel. Aiding the Occupation" empfehlen, herausgekommen im Verlag Pluto Press.

Dagegen macht es mich mehr als wütend, dass die VW Stiftung eben einmal eine Million an die ADL (American Defense League) von Abraham Foxman spendet, damit dieser dann wieder seine Kampagnen für Israel und für die Diffamierung von Israel-Kritikern benutzen kann. Die VW Stiftung ist mir übrigens vor vielen Jahren schon anlässlich eines Israel Besuches unangenehm aufgefallen - wegen ihrer "Israel-Projekte".

Das Aufputschen und Anheizen der Kriegstrommel gegenüber dem Iran mit falschen Behauptungen und Unwahrheiten muss endlich aufhören. Lassen wir uns durch die Gehirnwäsche gewisser Medien und Politiker nicht mehr "verbrodern" und verblöden. Das gilt auch für den "Konjunktiv-Journalismus", der nur mit Vermutungen arbeitet. Wir wissen ja, wer dahinter steckt und welche Absichten damit verfolgt werden. (PK)

(1) http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,801342,00.html

(2) http://www.bds-kampagne.de/

Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski. Mit diesem Kommentar setzt sie ihre Serie fort, die sie "vom Hochblauen", ihrem 1186 m hohen "Hausberg" im Badischen, schreibt.

Online-Flyer Nr. 331 vom 07.12.2011

Kommentar NRHZ v. 7.12.2011

Kommentar vom Hochblauen

 

Wir sind keine Diaspora-Brigaden

Von Evelyn Hecht-Galinski

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16705
Kommentar

Kurzkommentar vom Fuße des Blauen

Der jüdische Staat hat all seine Brigaden in Bewegung gesetzt um die Gaza-Flottille zu stoppen. Wie meinte Minister Edelstein, wahrlich ein jüdisches Juwel, dieser Minister für Diaspora-Angelegenheiten: alle Diaspora-Juden sind Israels ausländische Brigaden. Das mag für gewisse Juden zutreffen. Ich denke an den Stahlhelm-Juden und deutsch-jüdischen Patrioten und Professor für Neuere Geschichte an der Münchner Universität der Bundeswehr. So nannte ihn Bubis, der Mentor von Graumann, und ein Präsident des Zentralrats schon "den Vorzeigejuden der deutschen Rechtsradikalen". Auch mein Vater Heinz Galinski, meinte, er sei "gefährlicher als die Skinheads".

Inzwischen hat sich Wolffsohn aber zum "Vorzeigejuden der Jüdischen Allgemeinen" entwickelt, der Zeitung, die immerhin vom Zentralrat herausgegeben wird. So hat er in der neuesten Ausgabe eine grandiose Lösung des "Nahostkonflikts" vorgestellt: Nämlich die perverse Idee der Neu-Staaten-Lösung einer Bundesrepublik Jordanien-Palästina. Kurz geschildert: König Abdallah von Jordanien sollte endlich klug genug sein, seine Überflüssigkeit einsehen, Platz machen für die Araber Israels, alle Palästinenser könnten endlich ihren Staat bekommen, indem aus Jordanien Palästina wird, oder Palästina Jordanien.

Jordanien-Palästina sollte eine Bundesrepublik (Förderation) mit dem Bundesland Westjordanien (Westjordanland) und gegebenenfalls mit dem Gazastreifen bilden. Alle Palästinenser dieser drei Bundesländer wählen das Parlament dieser Bundesrepublik Palästina-Jordanien und dieses die Regierung. Denkbar wäre auch die Erweiterung zu einem Staatenbund Palästina-Jordanien-Israel. Selbstbestimmung: Die Araber Israels, die bekanntermaßen Palästinenser sind (hört,hört!), blieben in Israel und bekämen entweder das Wahlrecht fürs palästinensisch-jordanische oder, basierend auf individueller Entscheidung, fürs israelische Parlament. Sowohl jüdisch-israelische als auch palästinensische und jordanische Selbstbestimmung wären gewährleistet. Ebenso die jeweilige Staatlichkeit.

Die 300.000 Juden im Westjordanland plus 200.000 in Ost-Jerusalem kann keiner ohne jüdischen Bürgerkrieg umsiedeln. In jener Konföderation wäre das auch nicht nötig. Sie blieben als Israelis Einwohner jener Bundesrepublik Palästina-Jordanien, ebenso wie die Araber Israels. Die Grenzfrage wäre im Rahmen eines Staatenbundes bedeutungslos. Und militärisch? Das Bundesland Jordanien bliebe unbewaffnet, der Gazastreifen und das Westjordanland unbewaffnet. Ein Märchen? Der einzig realistische Weg zum Frieden! Man muss ihn nur gehen wollen.

Das waren Auszüge aus dem Artikel der Jüdischen Allgemeinen vom 30. 06. 2011 von Michael Wolffsohn. Natürlich gibt es in diesen Gedankengängen nur einen bewaffneten Staat, nämlich Israel, den jüdischen Staat. - Ich frage, nach diesen Gedanken eines noch lehrenden Professors, kann man diesen Mann eigentlich noch weiter deutsche Bundeswehr-Offiziere ausbilden lassen? Nach diesen Friedensvorstellungen, die nur ein bewaffnetes Israel zulassen, erscheint es mir mehr als fraglich, ob dieser "Diaspora-Brigadist" noch der richtige Dozent für Bundeswehr-Anwärter ist. Versagte nicht schon "Hindukusch-Struck", als er Wolffsohn nach seinen Folter-Vorschlägen für
Terroristen im Amt verbleiben lies?

Wolffsohn liebt es, Gerüchte zu verstreuen, Tote oder Personen der Zeitgeschichte, die sich nicht mehr wehren können, zu zitieren. Das versuchte er auch mit meinem Vater, als er ihn in einem Buch als "IM" beschuldigte, oder als in Schwarzmarktgeschäfte verwickelt, um sie dann nach Recherchen, die natürlich nichts brachten, zurückzunehmen. Das ist eine Spezialität dieses Professors. Einen Prozess gegen ihn verlor ich aber nur, weil ich leider nach dem Tod meines Vaters, post mortem, nicht berechtigt war, die Interessen meines Vaters wahrzunehmen. Er konnte es bedauerlicherweise nicht mehr selbst. Das alles hat mit der von Wolffsohn vorgeschützten Wissenschaftsfreiheit rein gar nichts zu tun. So übersteigen seine verbalen Beleidigungen gegenüber den Linken, generell das Erträgliche (siehe Financial Times).

Tatsache ist, dass Israel und seine weltweiten Brigaden immer mächtiger und einflussreicher werden. So, wenn das Nahost-Quartett die Aktivisten der Gaza-Flotte auffordert, nicht auszulaufen, oder alle Regierungen auffordert, ihren Einfluss geltend zu machen, um weitere Aktionen zu verhindern. Andernfalls wird das Leben der Beteiligten riskiert und eine Eskalation der Lage hingenommen. Oder Präsident Obama gibt grünes Licht, um unbewaffnete Schiffe der Gaza-Flotte anzugreifen, ohne Rücksicht auf auch 50 US-Teilnehmer. Auch Griechenland steht voll unter Druck Israels und Erdogan - nach seinem Wahlsieg - ist wohl auch wieder um gute Beziehungen zu Israel bemüht. Darum liess er wohl die Mavi Mamara nicht auslaufen.

Und hier bei uns sind die Lobby und die DIG mit ihrem Vorsitzenden Robbe, ehemals Wehrbeauftragter der Bundeswehr, (wie passend!) wieder vollauf damit beschäftigt, Unterschriften zu sammeln, mit prominenten Unterstützern, um dem armen kleinen Israel, in seiner Not beizustehen, im Kampf gegen seine Feinde und die Anerkennung eines Staates Palästina, d.h. um dessen pro forma Ausrufung zu verhindern. Und die Linke? Deren Vorsitzenden Ernst hörte ich morgens im DLF und wusste: auch er ist schon "graumanisiert". Danach ein toller Beschluss: Endlich das Existenzrecht Israels im Programm der Linken festzuschreiben. Und wie steht es mit dem Existenzrecht Palästinas und der besonderen Verantwortung Deutschlands gegenüber den Palästinensern? Wir haben also wieder eine Partei mehr, die vor der Israel-Lobby eingeknickt ist. Die Parteienlandschaft insgesamt grau in grau, passend zu Graumanns grauenvollen Rundumschlägen. (PK)

Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski. Mit diesem Kommentar setzt sie ihre Serie fort, die sie "vom Fuße des Blauen", ihrem 1186 m hohen "Hausberg" im Badischen, schreibt.

Online-Flyer Nr. 309 vom 06.07.2011

 

 

Tanz in den Mai

Von Evelyn Hecht-Galinski

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16477

Kommentar vom Fuße des Blauen

Das Frühlingserwachen, das die arabische Welt erfasst hat, treibt schreckliche Blüten hier bei uns. Broder, Weinthal und andere Protagonisten haben den ewigen Antisemiten wiederentdeckt. Würden sie nur an Verfolgungswahn leiden, könnte man sie als harmlose Spinner abtun, aber dadurch, dass sie durch die Springer- Presse und offizielle israelische Zeitungen ein größeres Publikum ansprechen, darf man sie nicht einfach mehr ignorieren.

Berechtigte Kritik an Antisemitismus, wird ganz bewusst und gezielt dazu benutzt, einzelne Personen persönlich zu diffamieren und politisch in Deutschland zum Schweigen zu bringen. Von Broder und seiner "Achse des Guten" sind wir schon viel gewohnt, aber bedenklich und mehr als gefährlich wird es, wenn diese bewusste Hetze, die auch vor falschen Anschuldigungen nicht zurückschreckt, in großen überregionalen Medien landet.

Neuestes Beispiel der Artikel in der SZ vom 29.4. von Bernd Dörries. Er vermischt offensichtlich berechtigte Kritik, mit einer persönlichen Diffamierung von Hermann Dierkes, indem er diesen wegen seines Engagements für die BDS-Kampagne gegen israelische Waren, quasi als Antisemiten verunglimpft. Das hat Tradition. Gerade in der SZ hat sich seit längerer Zeit ein bedauerlicher Wandel vollzogen. Ist es die neue Leitung, oder aber die räumliche Nähe (München) zu Charlotte Knobloch, oder sind es die häufigen Redaktionsbesuche des israelischen Botschafters?

Tatsache ist, dass die Rubrik "Außenansicht" zu einer Propagandarubrik, besonders auch der offiziellen israelischen Politik verkommen ist. Vom israelischen Gesandten bis zu den ehemaligen Botschaftern Mohr, Stein, Primor, bis hin zum amtierenden Botschafter Ben Zeev, zwischendurch noch eine Beraterin von Peres, oder aber wie am "Wochenende" vom 30.April/1.Mai Israels der berühmteste Anti-Terrorkämpfer Mosche "Muki" Betzer, tummelt es sich dort, um uns die israelische Politik näher zu bringen, die sich dann mehr oder weniger in der Aussage wiederholt: "Die Palästinenser sind an ihrem Unglück selbst schuld." Zwischendurch darf auch Joschka Fischer als "Elder Statesman" seine israelfreundlichen Einschätzungen geben. Es ist schon mehr als erschreckend, wenn ehemals lesbare Zeitungen zu "Lobby-Hilfstruppen" verkommen. Und der Israel-Korrespondent, Peter Münch, schreibt auch in "kritischeren" Artikeln, wenn es denn zu bunt kommt, immer wieder eine positive Komponente, die die Kritik damit verwässert.

Israel und seine Helfer dürfen nicht die Oberhand in der Deutung und Sprachregulierung bekommen, doch bedauerlicherweise ist diese Einflussnahme schleichend über die Jahrzehnte gewachsen und zeigt jetzt ihre Erfolge. Inzwischen sind in allen großen Weltorganisationen und Foren, wie UNO und Unesco israelische Lobbyisten/innen wie z.B. die israelische Richterin Hadassa Ben Itto, angekommen, die seit 31 Jahren Israels Staatsmacht in allen israelischen Gerichten vertreten hat und außerdem Ehrenpräsidentin der Internationalen Association of Jewish Lawyers and Jurists ist. Die vergleicht Israel-Kritik mit den Papieren der "Weisen von Zion" und steigert das dann noch mit der Bemerkung, die Zielscheibe der Antisemiten wären heute nicht die Juden, sondern Israel.

Ist das nicht genau das gewollte Ziel, dass eben, da Israel als jüdischer Staat anerkannt werden soll, jede Israel-Kritik als Antisemitismus zu bewerten ist? Genau das macht diese Anerkennung auch so wichtig für Israel. Unannehmbar für jeden Palästinenser, also ist auch die Forderung danach einfach abstrus. Umso schlimmer, dass Kanzlerin Merkel diese Anerkennung sofort vorgenommen hat.

Ich merke auch immer mehr, dass diese schleichende Politik der Verdummung in Deutschland Wirkung zeigt. Die Bevölkerung weiß immer weniger Bescheid über die wirklichen Zusammenhänge dieser politischen Intrigen. Auch deshalb müssen wir alle gemeinsam ohne Angst vor Diffamierungen gegen diese Lobbyisten und Protagonisten vorgehen. Lassen wir uns nicht verbrodern und verblöden!

Lassen wir den ewig modernen Erich Fried sprechen:

Ist Antizionismus Antisemitismus? - Eine Widerrede

Zionisten
mit linkem falschem Bewußtsein

Zionisten
mit rechtem falschem Bewußtsein

Antisemiten
mit rechtem falschem Bewusstsein
mit linkem falschem Bewußtsein

und Antisemiten
mit zionistischem falschem Bewußtsein

Kein Bewusstsein
das den Antisemitismus
oder den Zionismus
rechtfertigen kann

Kann es jemand besser und treffender ausdrücken, als Erich Fried?

Nicht nur Israel erhöht massiv den Druck auf alle "befreundeten"Regierungen, um die Aussöhnung von Fatah und Hamas zu hintertreiben, indemman alle Botschafter angewiesen hat, die Regierungen aufzufordern, ein neuespalästinensisches Kabinett unter Beteiligung der Hamas nicht anzuerkennen.

Es solle deutlich gemacht werden, dass Abbas einen Fehler mache, "ein Bündnis mit dem Teufel einzugehen, statt mit Israel zu verhandeln", berichtete die Zeitung "Jediot Ahronot" mit Bezug auf Quellen der Regierung.

Hat "Vichy"-Abbas den Pakt mit dem Teufel nicht schon längst vorher geschlossen, indem er sich unter Israels bezahlten "Gnaden" einkaufen ließ und auf sein Volk mit Füßen trat? Zieht er jetzt nicht an der Reißleine, um nicht vollends abzustürzen?

Trotzdem lehnt Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates der Juden, ein Treffen mit Abbas ab. So schrieb er an das deutsche Außenministerium u. a.: "Die Verbrüderung beider Organisationen ist ein schwerer Rückschlag für die Friedensbemühungen und für die Glaubwürdigkeit von Präsident Abbas als Partner für den Frieden".

Haben wir hier nicht wieder das "Sprachrohr" der israelischen Regierung? Ich frage: Besser outen konnte man es nicht, oder bedarf es noch anderer Beweise, dass weder Israel noch der Zentralrat für Frieden stehen. Auch Israels Außenminister Lieberman drückte es treffend aus, als er die Einigung scharf kritisierte, indem er die rote Linie überschritten sah und meinte dass der Zwist die einzig gute Sache für Israel wäre.

Natürlich ist für den jüdischen Staat Israel nur "Unfrieden" und Streit zwischen den Palästinensern wichtig und hilfreich, wie sonst können sie ihre Politik so ungehemmt weiterverfolgen. Diese massive Ablehnung jeder Versöhnung ist die konsequente Politik Israels, unter Einflussnahme , die auch schon wieder die amerikanische Politik erreicht hat, indem die US-Regierung ihre finanzielle Unterstützung für die Palästinenser überdenken solle, die das auch schon "weisungsgemäß" tun will.

Eine erfreuliche Folge des Versöhnungsabkommens zeichnet sich zumindest ab, die neue ägyptische Führung plant eine Öffnung des Übergangs zum Gazastreifen. Man darf schon gespannt sein auf die israelischen Reaktionen.

Fassen wir es kurz zusammen, hoffen wir das die Frühlingsgefühle auch die Lage der Palästinenser eindeutig verbessert und Israel und seine Helfer demnächst allein "tanzen". (PK)

Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski. Mit diesem Kommentar setzt sie ihre Serie fort, die sie "vom Fuße des Blauen", ihrem 1186 m hohen "Hausberg" im Badischen, schreibt.

Online-Flyer Nr. 300 vom 04.05.2011

 

 

Internet-Zensur? Uns erreicht folgende Nachricht von Peter Kleinert, NRhZ-Redakteur 
seit der Nacht vom 22. auf den 23. März ist NRhZ-Server gesperrt. Ein paar Stunden zuvor hatte ich noch einen aktuellen Kommentar von Evelyn Hecht-Galinski auf die Seite www.nrhz.de gestellt.
Seitdem sind alle unsere Versuche die Sperre des Servers wieder öffnen zu lassen, erfolglos geblieben.

Entwarnung!? Soeben (29.3.) erfuhren wir:
STRATO: Keine Sperrung der NRhZ, sondern Server-Zusammenbruch / NRhZ wieder online / Von Peter Kleinert
Liebe NRhZ-LeserInnen und MitarbeiterInnen,
seit heute, 28. März, 12.30 Uhr, funktioniert unser NRhZ-Server wieder – dank der Hilfe guter Freunde, die sich tagelang für dessen Reparatur eingesetzt hatten. Die neue NRhZ-Ausgabe 347 wird zunächst etwas mager sein, weil neben dem Zugang zur Webseite selbst auch meine Mail-Adresse kleinert@nrhz.de zusammengebrochen war und dadurch auch keine Artikel mehr hier ankamen. Ihr könnt mich ab sofort wieder unter dieser Adresse erreichen und in den nächsten Stunde einige neue Artikel in der NRhZ lesen. Auch aktuelle Meldungen werden wir wieder reinstellen können. Einige von Euch hatten wir ja am 23. März über den Ausfall informieren können. STRATO bestritt auf Anfrage, dass es einen von uns am 23. März vermuteten Zusammenhang zwischen dem Server-Zusammenbruch und dem einige Stunden zuvor von uns in die NRhZ 346 gestellten Kommentar von Evelyn Hecht-Galinski gegeben hat.

http://www.nrhz.de/flyer/

 

Online-Flyer Nr. 347 vom 31.03.2012
Kommentar vom Hochblauen - diesmal live aus Beirut
üüGlobaler Marsch der Schande fr den Jdischen Staat
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 346 vom 22.03.2012
Kommentar vom Hochblauen
ßäIsrael mordet mit groer Vorsicht und Przision!
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 345 vom 14.03.2012
Kommentar vom Hochblauen
Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann?
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 343 vom 29.02.2012
Kommentar vom Hochblauen - und diesmal noch einiges mehr
öAuf gleicher Augenhhe
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 341 vom 15.02.2012
Kommentar vom Hochblauen
Die Reise nach Jerusalem
Von Evenlyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 340 vom 08.02.2012
Kommentar vom Hochblauen
äüDeutsche Staatsrson fr Israels Angriffskriege
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 338 vom 25.01.2012
Kommentar vom Hochblauen
Die S.H.I.T. LIST im Bundestag
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 337 vom 18.01.2012
Kommentar vom Hochblauen
Die "Jewish Voice" eines Musterjuden
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 335 vom 04.01.2012
Kommentar vom Hochblauen
üDer Fluch eines jdischen Staates
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 333 vom 21.12.2011
Kommentar vom Hochblauen
Wer bestimmt Antisemiten?
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 332 vom 14.12.2011
Ein Preis der Schande, wie für den Pornoverfasser geschaffen
üAachener Schote fr H.M. Broder
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 331 vom 07.12.2011
Kommentar vom Hochblauen
üHolocaust-Missbrauch fr Kriegsdrohung gegen Iran
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 330 vom 30.11.2011
Kommentar vom Hochblauen
Demokratie mit Schweigegesetz und Gedankenpolizei
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 329 vom 23.11.2011
Kommentar vom Hochblauen
Blogs und Blockdenken, Achsen und Portale
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 328 vom 16.11.2011
Kommentar vom Hochblauen
ßDer Philosemitismus von Mifelder und anderen
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 326 vom 02.11.2011
Kommentar vom Hochblauen
Von der Ent-Nazifizierung zur Ent-Antisemitisierung
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 325 vom 26.10.2011
Kommentar vom Hochblauen
äüDeutsche Staatsrson fr Israels Angriffskriege?
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 324 vom 19.10.2011
Kommentar vom Hochblauen
öGilad Schalit als Ablenkungsmanver
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 323 vom 12.10.2011
Kommentar vom Hochblauen
"Kleine Davidsterne" als Trostpreise
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 323 vom 12.10.2011
Aus dem "Eulenspiegel"-Buch "Lügenbarone und Ganoven"
Henryk Broder - Der pornographische Prosemit
Von Werner Rügemer


Online-Flyer Nr. 322 vom 05.10.2011
Kommentar vom Fuße des Blauen
üAngie und Bibi ber Silo und Gilo
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 321 vom 28.09.2011
Kommentar vom Fuße des Blauen
Mit Obama ist kein Staat zu machen
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 320 vom 21.09.2011
Ein Vortrag von der Café Palestine-Konferenz in Freiburg
Wie viel Israel-Kritik darf es denn sein?
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 318 vom 07.09.2011
Kommentar vom Fuße des Blauen
Terroristen und Antisemiten
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 316 vom 24.08.2011
Kommentar vom Fuße des Blauen
Perfekte Inszenierung nach dem Anschlag
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 315 vom 17.08.2011
Interview mit Raji Sourani vom Palestinian Centre for Human Rights in Gaza
ö"Die Ein-Staat-Lsung ist mein Traum"
Von Attia Rajab


Online-Flyer Nr. 314 vom 10.08.2011
Kurzkommentar zu den Demonstrationen gegen Israels Regierung
Die Unbelehrbaren implodieren
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 313 vom 03.08.2011
Kurzkommentar vom Fuße des Blauen
üBeispiele jdischen Terrors
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 311 vom 25.07.2011
Dieser Norweger hat offenbar einiges von unserem "Beutedeutschen" gelernt
öBroder und sein mrderischer Fan
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 310 vom 13.07.2011
Kurzkommentar vom Fuße des Blauen
Das Schein-Heilige Land
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 309 vom 06.07.2011
Kurzkommentar vom Fuße des Blauen
Wir sind keine Diaspora-Brigaden
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 308 vom 29.06.2011
Kurzkommentar vom Fuße des Blauen
Graumann, der Nachtreter, und sein Mentor
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 307 vom 20.06.2011
Kurzkommentar vom Fuße des Blauen
Die ausgewogenen Verdreher
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 305 vom 08.06.2011
Aufruf
üäFrieden fr Libyen! Solidaritt mit dem libyschen Volk!
Von den UnterzeichnerInnen


Online-Flyer Nr. 304 vom 04.06.2011
Kurzkommentar vom Fuße des Blauen
ü"Freiheitsmedaille" fr Merkel
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 302 vom 22.05.2011
Zur Hetze in der Linken und in den Medien gegen mutige Israel-Kritiker
Seit an Seit mit der Israel-Lobby
Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 302 vom 18.05.2011
Kommentar vom Fuße des Blauen: 63 Jahre verlogene Gründungsfeiern
Aber "Nakba"-Gedenken verboten
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 300 vom 04.05.2011
Kommentar vom Fuße des Blauen
Tanz in den Mai
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 297 vom 17.04.2011
Noch ein Kommentar vom Fuße des Blauen weil morgen der 15. Nisan ist
Gedanken zum Pessach-Fest mit Schmalz
Von Evenlyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 297 vom 15.04.2011
Kurz-Kommentar vom Fuße des Blauen
Das letzte Aufgebot
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 296 vom 06.04.2011
Zur Gaza-Kehrtwende des UNO-Beauftragten und Richters Richard Goldstone
äEs ist nicht alles Gold was glnzt
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 295 vom 30.03.2011
Kommentar vom Fuße des Blauen
"Kriegsverherrlicher" und Zensoren
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 293 vom 13.03.2011
Kurzkommentar vom Fuße des Blauen
Die Koscher-Macher und ihre Helfer
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 291 vom 02.03.2011
Was ist der Unterschied zwischen arabischen Regimen und Israel?
Die "einzige Demokratie" im Nahen Osten
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 288 vom 08.02.2011
Kurzkommentar vom Fuße des Blauen
öLizenz zum Tten
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 286 vom 29.01.2011
Unser Dilemma: Zentralrat der Juden in Deutschland oder Israels?
Dieter Graumann - mir graut vor Dir
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 286 vom 27.01.2011
Kommentar vom Fuße des Blauen:
Ausverkauf der Vichy-Regierung in Ramallah
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 283 vom 05.01.2011
Kommentar über "zweierlei Maß" vom "Fuße des Blauen"
Feigheit vor dem Freund
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 279 vom 08.12.2010
Fazit der Palästina-Solidaritätskonferenz in Stuttgart:
Boykott - Disinvestment Sanctions
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 275 vom 10.11.2010
Zwei "Beutedeutsche" auf Safari von Dachau nach Auschwitz in der ARD
"Jedem das Seine"
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 275 vom 10.11.2010
Propagandabriefing der Israel-Solidaritäts-Lobbyisten zeigt Wirkung
üMaulkorberlass fr Israelkritiker
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 271 vom 13.10.2010
Eine Drohne geht auf Reisen und viele Tarnkappenbomber folgen
Von Israel lernen
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 271 vom 12.10.2010
„Ich schäme mich, mit Israel in Verbindung gebracht zu werden.“
Vergebliche Reise nach Jerusalem?
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 262 vom 11.08.2010
Propaganda und Lügen aus dem Sommerloch über die Palästinenser.
Der Duft des Krieges liegt in der Luft
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 258 vom 14.07.2010
Auch die Medien sind Teil im Trauerspiel.seit dem Überfall auf die Gaza-Flotille
„ä“Die Welt - Israels Tanzbr am Nasenring
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 257 vom 08.07.2010
Als Kuschelrocker erst bei Obama und dann bei Ban Ki Moon
““Bibi - der Wolf im Schafpelz
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 253 vom 09.06.2010
Monatskolumne aus dem hinteren Kandertal
Das elfte Gebot: Israel darf alles
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 249 vom 12.05.2010
„Unsere Heimkehr ist gewiss - Freiheit für unsere Gefangenen!“
äüPalstinenser sollen nicht fr Holocaust zahlen
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 247 vom 28.04.2010
Massendeportationen als ethnische Säuberung
Happy Birthday Israel!
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 242 vom 24.03.2010
Bis zu 50.000 neue Wohnungen sollen im Palästinenserland entstehen
üUnd stndlich droht die Abrissbirne
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 240 vom 10.03.2010
Kann man den Scherzkeks Broder noch ernst nehmen?
Die ACHSE stinkt vom Kopf her
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 238 vom 24.02.2010
Die Schleimspur der Israel-Unterwürfigkeit zieht sich durch alle Parteien
öEins der Opfer Walter Herrmann in Kln
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 238 vom 24.02.2010
Erfolgreiche Kampagnen gegen Juden, die Israels Überleben sichern wollen
Ist das Antisemitismus?
Von Peter Kleinert


Online-Flyer Nr. 235 vom 03.02.2010
Verschleierung der Kriegsverbrechen des jüdischen Staates
Peres Holocaust-Rede
Von Evelyn Hecht-Galinski


Online-Flyer Nr. 228 vom 16.12.2009
Von Israel nun auch noch das gezielte Töten als "angemessen" übernommen
üDer Lgenbaron
Von Evelyn Hecht-Galinski